Dieses Jahr war das Wetter an Pfingsten perfekt sommerlich. Nachdem 2 Wochen zuvor noch alle im Wintermantel herumliefen – dank unserer lieben Eisheiligen -, waren an Pfingsten T-Shirts & Flipflops angesagt.
Seit das Gebetshaus Aachen auch ein Zuhause hat – also seit 2022– gehen wir Pfingstmontag in den Lobpreis – also schon zum 5. Mal! Auch diesmal waren wir um die 30 Personen in der Runde, um Jesus im Lobpreis die Ehre zu geben. Songs waren insbesondere: 10.000 Gründe, Raise a Halleluja, Wer bittet, dem wird gegeben, Oceans, Fresh Winds, Pfingstsequenz (Wie ein Brausen des Himmels komm, v. Loretto).
Danach gab Pater Maneesh einen Impulsvortrag ausgehend von folgender Perikope:
1 Es war da einer von den Pharisäern namens Nikodemus, ein führender Mann unter den Juden. 2 Der suchte Jesus bei Nacht auf und sagte zu ihm: Rabbi, wir wissen, du bist ein Lehrer, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm ist. 3 Jesus antwortete ihm: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht von oben geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen. 4 Nikodemus entgegnete ihm: Wie kann ein Mensch, der schon alt ist, geboren werden? Kann er etwa in den Schoß seiner Mutter zurückkehren und noch einmal geboren werden? 5 Jesus antwortete: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus dem Wasser und dem Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen. 6 Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; was aber aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. 7 Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von oben geboren werden. 8 Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist. 9 Nikodemus erwiderte ihm: Wie kann das geschehen? 10 Jesus antwortete: Du bist der Lehrer Israels und verstehst das nicht?
Johannes 3, 1-10
Pater Maneesh bezog diese Perikope auf die Taufe, wie es auch der Katechismus lehrt: Der Katechismus der Katholischen Kirche verwendet diese Stelle, um die Taufe zu erörtern. In den Nummern 1250 und 1257 äußert sich die Kirche dazu. Nummer 1257 vertieft dies: „Der Herr selbst sagt, daß die Taufe heilsnotwendig ist. Darum hat er seinen Jüngern den Auftrag gegeben, das Evangelium zu verkünden und alle Völker zu taufen.“ Dabei meint Jesus klar keine fleischliche Wiedergeburt, denn er korrigiert Nikodemus in dem Punkt. Wenn Jesus von „aus dem Wasser und dem Geist geboren“ spricht, sind das Anspielungen auf die Sakramente: Taufe & Firmung. Die Taufe ist Heilsnotwendig, die Firmung aber befähigt uns erst, wahre Christen – Gesalbte – kleine Christusse – zu sein in dieser Welt. Ohne Pfingsten säßen die verängstigten Apostel immer noch im Obergemach bei verschlossenen Türen und eine Kirche gäbe es nicht. Die Erfüllung mit dem Hl. Geist befähigte sie jedoch mit Freimut das Evangelium zu predigen, Kranke zu heilen und Dämonen auszutreiben, wie es Jesus in Markus 16, 15-18 als Auftrag gab. P. Maneesh führte weiter aus, dass die Sakramente (giechisch: Mysterion) letztlich immer geheimnisvoll bleiben: Wie sehen zwar die verwendeten Zeichen beim Vollzug, aber nicht das, was zeitgleich in der unsichtbaren Welt passiert. Weiter sagte er: „Die elektrisierende Kraft Gottes ist allzeit vorhanden – wir müssen nur den Schalter umlegen und uns damit verbinden. Nur so erfahren wir SEINE Gegenwart. Gott ist immer da, Sein GEIST weht, wo ER will. Wir sollten unsere Augen öffnen, sehen und spüren!“
Nach diesem vielschichtigen Vortrag segnete P.Maneesh Gläubige in jeder Bank mit dem Eucharistischen Herrn. Das war sehr bewegend. Danach bestand Gelegenheit zur Eucharistischen Anbetung, währenddessen die Band ruhige Anbetungslieder spielte wie: „Noch nie“. In diese Zeit war auch Gelegenheit, eines der 3 Gebetsteams aufzusuchen, um Gebet zu empfangen. Dieses Angebot wurde gerne genutzt; und das Angebot des Gebetsdienstes besteht auch generell im Alltag, siehe: hier.
Danach waren alle noch eingeladen, zu Snacks, Kuchen und Getränken draußen vor der Kirche zusammenzukommen, um sich auszutauschen und Gemeinschaft zu feiern. Um 17 Uhr schien die Sonne immer noch sehr warm auf alle herunter und lud zum Verweilen ein. So endete dieser geisterfüllte sonnige Pfingstmontag.
Titelfoto: Mit Hl.Geist-Foto von Serge Taeymans auf Unsplash







