News vom Gebetshaus Aachen
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Als Adoptivkinder Gottes sollten wir in der Lage sein, Gottes Stimme zu hören – für uns selbst und für andere. Warum sind wir Adoptivkinder? Gott hat nur einen von ihm gezeugten Sohn – Jesus, mit der Identität Gott und Mensch. Durch sein Erlösungswerk hat uns Jesus aber prinzipiell zu (Adoptiv-)Kindern erhoben. Wir müssen nur Ihn annehmen und Sein Evangelium.
Jesus selbst sagt in Joh 15,15: „Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe.“
Paulus erklärt es weiter in Römer 8,14-17: „Denn die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Kinder Gottes. Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, sodass ihr immer noch Furcht haben müsstet, sondern ihr habt den Geist der Kindschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater! Der Geist selber bezeugt unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Sind wir aber Kinder, dann auch Erben; Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir mit ihm leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden.“
In Johannes 1,12+13 erklärt der Evangelist und Apostel Johannes: „Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die (…) [geistig] aus Gott geboren sind.“
Johannes geht sogar noch einen Schritt weiter in 1 Joh 3,2: „Geliebte [Geschwister], jetzt sind wir Kinder Gottes. Doch ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.“
Wo aber ist da ein Kind, dass die Stimme von Vater und Mutter nicht hört und nicht versteht?
Pfarrer Mathias Thelen ist Mitbegründer des kath.-christlichen Schulungsdienstes „Encounter Ministries“ in den USA. In einer Pfarrmission in seiner Gemeinde St. Patrick erklärt Pfr. Thelen in 3 Vorträgen, wie man die Stimme Gottes hört. Die Vorträge sind in Englisch. Man kann aber die Untertitel einblenden lassen und automatisch nach deutsch übersetzen lassen:
Teil-1: 7 Wege, unser Herz darauf auszurichten, Gottes Reden klarer zu hören:
https://youtu.be/pyJ3QvPtLGI
Teil-2: Wie sich Gottes Stimme im Gebet anhört – und wie man sie erkennt:
https://youtu.be/c0Cu475tmTE
Teil-3: Wie man von Herzen betet und im Vertrauen wächst:
https://youtu.be/wZ6_rsag0kM
Titelbild: Rembrandt van Rijn: Lasset die Kinder zu mir kommen (Mt 19,14)
Am dritten Freitag nach Pfingsten, dem Freitag nach der früheren Oktav von Fronleichnam, begeht die katholische Kirche das Hochfest Heiligstes Herz Jesu, das Papst Pius IX. 1856 für die ganze Kirche einführte. Das ist dieses Jahr am 12.06.2026. Der zum Fest dazugehörige Grundtext aus dem Evangelium ist Joh 19,34 bzw. Joh 7,37 f.: das durchbohrte Herz des Gekreuzigten als Quelle der Sakramente der Kirche. In der Präfation der Votivmesse vom Heiligsten Herzen Jesu heißt es:
„Aus seiner geöffneten Seite strömen Blut und Wasser, aus seinem durchbohrten Herzen entspringen die Sakramente der Kirche. Das Herz des Erlösers steht offen für alle, damit sie freudig schöpfen aus den Quellen des Heiles.“
Das Gebetshaus Aachen hat anlässlich dieses Festtages die monatliche Nachtanbetung auf diesen Tag (12.06.2026) verlegt. Im Anschluß an die gewöhnliche Gebetskette am Freitag in der Aachener Kirche Herz-Jesus schließt sich nun die Nachtanbetung bis Samstag (Unbeflecktes Herz Mariä) 8.00 Uhr an. Zutritt zur nächtlichen Anbetung besteht immer zur vollen Stunde.
Das Patrozinium feiert die Gemeinde aufgrund des Wochentages nicht am Herz-Jesu-Fest selbst, sondern am darauffolgenden Sonntag, den 14.06.2026.
Die Gebetshausband wird diese Festmesse zum Frankenberger Domfest ab 9.45 Uhr musikalisch gestalten. Herzliche Einladung auch dazu!

P.S.: Am 28.06. Bietet die Pfarrei St. Georg in Wassenberg unter Reveal & Heal wieder Gebet um Heilung an beginnend mit einer Hl. Messe um 17.00 Uhr.
Auch das Gebetshaus bietet immer gerne Gebetsdienst an.
Titelfoto von Tahiro Achoub auf Unsplash
Dieses Jahr war das Wetter an Pfingsten perfekt sommerlich. Nachdem 2 Wochen zuvor noch alle im Wintermantel herumliefen – dank unserer lieben Eisheiligen -, waren an Pfingsten T-Shirts & Flipflops angesagt.
Seit das Gebetshaus Aachen auch ein Zuhause hat – also seit 2022– gehen wir Pfingstmontag in den Lobpreis – also schon zum 5. Mal! Auch diesmal waren wir um die 30 Personen in der Runde, um Jesus im Lobpreis die Ehre zu geben. Songs waren insbesondere: 10.000 Gründe, Raise a Halleluja, Wer bittet, dem wird gegeben, Oceans, Fresh Winds, Pfingstsequenz (Wie ein Brausen des Himmels komm, v. Loretto).
Danach gab Pater Maneesh einen Impulsvortrag ausgehend von folgender Perikope:
1 Es war da einer von den Pharisäern namens Nikodemus, ein führender Mann unter den Juden. 2 Der suchte Jesus bei Nacht auf und sagte zu ihm: Rabbi, wir wissen, du bist ein Lehrer, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm ist. 3 Jesus antwortete ihm: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht von oben geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen. 4 Nikodemus entgegnete ihm: Wie kann ein Mensch, der schon alt ist, geboren werden? Kann er etwa in den Schoß seiner Mutter zurückkehren und noch einmal geboren werden? 5 Jesus antwortete: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus dem Wasser und dem Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen. 6 Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; was aber aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. 7 Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von oben geboren werden. 8 Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist. 9 Nikodemus erwiderte ihm: Wie kann das geschehen? 10 Jesus antwortete: Du bist der Lehrer Israels und verstehst das nicht?
Johannes 3, 1-10
Pater Maneesh bezog diese Perikope auf die Taufe, wie es auch der Katechismus lehrt: Der Katechismus der Katholischen Kirche verwendet diese Stelle, um die Taufe zu erörtern. In den Nummern 1250 und 1257 äußert sich die Kirche dazu. Nummer 1257 vertieft dies: „Der Herr selbst sagt, daß die Taufe heilsnotwendig ist. Darum hat er seinen Jüngern den Auftrag gegeben, das Evangelium zu verkünden und alle Völker zu taufen.“ Dabei meint Jesus klar keine fleischliche Wiedergeburt, denn er korrigiert Nikodemus in dem Punkt. Wenn Jesus von „aus dem Wasser und dem Geist geboren“ spricht, sind das Anspielungen auf die Sakramente: Taufe & Firmung. Die Taufe ist Heilsnotwendig, die Firmung aber befähigt uns erst, wahre Christen – Gesalbte – kleine Christusse – zu sein in dieser Welt. Ohne Pfingsten säßen die verängstigten Apostel immer noch im Obergemach bei verschlossenen Türen und eine Kirche gäbe es nicht. Die Erfüllung mit dem Hl. Geist befähigte sie jedoch mit Freimut das Evangelium zu predigen, Kranke zu heilen und Dämonen auszutreiben, wie es Jesus in Markus 16, 15-18 als Auftrag gab. P. Maneesh führte weiter aus, dass die Sakramente (giechisch: Mysterion) letztlich immer geheimnisvoll bleiben: Wie sehen zwar die verwendeten Zeichen beim Vollzug, aber nicht das, was zeitgleich in der unsichtbaren Welt passiert. Weiter sagte er: „Die elektrisierende Kraft Gottes ist allzeit vorhanden – wir müssen nur den Schalter umlegen und uns damit verbinden. Nur so erfahren wir SEINE Gegenwart. Gott ist immer da, Sein GEIST weht, wo ER will. Wir sollten unsere Augen öffnen, sehen und spüren!“
Nach diesem vielschichtigen Vortrag segnete P.Maneesh Gläubige in jeder Bank mit dem Eucharistischen Herrn. Das war sehr bewegend. Danach bestand Gelegenheit zur Eucharistischen Anbetung, währenddessen die Band ruhige Anbetungslieder spielte wie: „Noch nie“. In diese Zeit war auch Gelegenheit, eines der 3 Gebetsteams aufzusuchen, um Gebet zu empfangen. Dieses Angebot wurde gerne genutzt; und das Angebot des Gebetsdienstes besteht auch generell im Alltag, siehe: hier.
Danach waren alle noch eingeladen, zu Snacks, Kuchen und Getränken draußen vor der Kirche zusammenzukommen, um sich auszutauschen und Gemeinschaft zu feiern. Um 17 Uhr schien die Sonne immer noch sehr warm auf alle herunter und lud zum Verweilen ein. So endete dieser geisterfüllte sonnige Pfingstmontag.
… und hier noch der Bericht zu Pfingsten Neviges 2026: Link
Titelfoto: Mit Hl.Geist-Foto von Serge Taeymans auf Unsplash
Lieber Freund des Gebetshauses,
wir möchten Dich ganz herzlich einladen zum
Pfingstlobpreis des Gebetshauses Aachen.
Dieser findet statt am Pfingst-Montag, 25.05.2026 in der
Kirche Herz-Jesu, Viktoriaallee 55, 52066 Aachen.
(Joh 3, 3-7)
Wir haben folgendes Programm vorgesehen:
| 14.45 Uhr | ANKOMMEN |
| 15.00 – 15.45 Uhr | Lobpreis |
| 15.45 – 16.15 Uhr | Impuls/Vortrag von Pater Maneesh (Aachen) |
| 16.15 – 16.30 Uhr | Eucharistischer Segen |
| 16.30 – 17.00 Uhr | Gebetsdienst, Meditative Musik, Anbetung |
| 17.00 – 19.00 Uhr | Come together: Fingerfood und Getränke |
Dazu werden noch Helfer gesucht sowie solche, die Essen mitbringen können. Wer einen Beitrag leisten kann, bitte in folgender Liste eintragen:
https://xoyondo.com/dp/qf9vgbbj30ruki4
Um besser planen zu können, bitten wir um Anmeldung via E-Mail an: info@gebetshaus-aachen.org oder über unser Kontaktformular.
Bringe gerne noch Interessierte mit.
Wir freuen uns auf Dein Kommen!
Mit herzlichen Grüßen
Dein Team Gebetshaus Aachen
Hier der Rückblick auf Pfingsten 2026 im Gebetshaus Aachen:
https://www.gebetshaus-aachen.org/2026-06-01-pfingsten-im-gebetshaus-aachen/
P.S. Gerne weisen wir auch auf …
Werbematerialien zur freien Verwendung, bitte gerne teilen:
Pfingst-Bild von Holger Schué auf Pixabay
Die katholisch-charismatische Encounter-Konferenz fand 12.-14. März 2026 in Wien statt. Es war die erste Konferenz der Encounter-Ministries-Bewegung in Europa. Mit ca. 900 Teilnehmern war sie erfolgreich ausverkauft. Location war die kleine Wiener Stadtpfarrkirche St. Florian – nicht wirklich schön, aber funktionell für die Konferenz. Die Initiatoren warben im Vorfeld mit:
„Die Konferenzteilnehmer erwartet eine Atmosphäre der vom Heiligen Geist erfüllten Anbetung in der Gegenwart Gottes, Heilige Messe, inspirierende Redner, Breakout-Sessions, eucharistische Anbetung, ein Heilungsgottesdienst, Gemeinschaft und viele Gelegenheiten für Gebetsdienst und Wachstum in den Gaben des Heiligen Geistes.“
Aber wofür steht „Encounter Ministries“? Auf deren Homepage lesen wir:
„Encounter Ministries hat es sich zur Aufgabe gemacht, die verwandelnde Kraft des Heiligen Geistes in der Welt freizusetzen, indem Jünger gelehrt, ausgerüstet und aktiviert werden, um die Liebe Gottes durch die Kraft des Heiligen Geistes in ihrem Einflussbereich zu demonstrieren.
Jesus sagte: „Wenn ihr an mich glaubt, werdet ihr die Werke tun, die ich tue, und noch größere, denn ich gehe zum Vater.“ (Joh 14,12)“
Encounter Ministries knüpft an die Praxis und die Erfahrungen der Urkirche an, die sich deshalb so rasant ausbreitete, da in ihr die Zeichen und Wunder passierten, wie zu Lebzeiten Jesu. Wie wir in der Apostelgeschichte nachlesen können, war dies deshalb so, weil sich die Jünger Christi in jener Anfangszeit noch stark vom Heiligen Geist leiten ließen. Dies war das damalige Normal in der jungen Kirche. Encounter Ministries (EM) möchte daran anknüpfen und durch enge Kooperation mit dem Heiligen Geist die Kirche wieder fruchtbar und kraftvoll machen. Dabei versteht sich EM nicht als Gemeinschaft, sondern als globale Schule für Katholiken, die für Evangelisation brennen und diese Sehnsucht effektiver leben wollen.
Zu dieser Konferenz war ein hochkarätiges Team aus den USA angereist: Insbesondere die Gründer Father Mathias Thelen und Patrick Reis, sowie ein Bischof und weitere Leute aus dem Leitungskreis.
Für mich wurden meine Erwartungen an die Konferenz tatsächlich übertroffen. Es war ganz und gar keine passive Konferenz, in der die Teilnehmer lediglich empfingen, sondern alle waren aktiv eingebunden in die Gebetszeiten. Durch den sich spirituell steigernen thematischen Aufbau im Laufe der Konferenz (speziell bei den Gebetsdiensten: Gebet um Erfüllung mit dem Hl. Geist > Prophetischer Dienst > Gebet um körperliche Heilung > Gebet um Übertragung von Geistesgaben), wurde speziell am letzten Tag offenbar, dass der Himmel über der Versammlung – wie damals im Obergemach in Jerusalem – weit geöffnet war und der Heilige Geist über der Gemeinschaft schwebte. Die Gebetsdienste waren den Encounter-Studenten anvertraut worden und als ein solcher Student kann ich nur sagen: wir Beter wurden reich beschenkt. Speziell im prophetischen Dienst kamen himmlische Eindrücke schnell und oft thematisch in Übereinstimmung mit der Vision des Gebetspartners. Bei dem Gebet um körperliche Heilung entwickelte sich eine schöne Eigendynamik: Es bildeten sich spontan Gruppen von Sitznachbarn, in denen Alle für jew. einen Kranken beteten. Insgesamt stellten sich viele Heilungen in dieser Gebetszeit ein von denen etliche Geheilte Zeugnis vor dem Auditorium ablegten bzw. die wiedererlangte Bewegungsfreiheit eindrucksvoll demonstrierten. Höhepunkt war am letzten Abend das Gebet um Übertragung von Geistesgaben von schon gesalbten Christen auf andere. Hierbei zeigten sich etliche Manifestationen des Heiligen Geistes. Neben diesen intensiven praktischen Gebetseinheiten gab es Freitagabend eine lange und intensive Zeit der Eucharistischen Anbetung. In der 2. Hälfte dieser Zeit ging ein Priester langsam durch die Reihen und segnete Reihe für Reihe mit dem Eucharistischen Herrn Jesus.
Paulus sagt: „1 Jagt der Liebe nach! Strebt aber auch nach den Geistesgaben, vor allem nach der prophetischen Rede! (…) 3 Wer aber prophetisch redet, redet zu Menschen: Er baut auf, ermutigt, spendet Trost. (…) 5 Ich wünschte, ihr alle würdet in Zungen reden, weit mehr aber, ihr würdet prophetisch reden.“ (1.Korinther 14,1-5)
Weiterhin gab es gute Lehreinheiten speziell aus dem amerikanischen Leitungsteam, sowie zusätzlich in parallelen Workshops zu verschiedenen Themen. Haupt-Lehreinheiten waren:
Ich selber habe dann auch noch diese Workshops besucht:
Weiterhin gab es täglich ausgiebige Zeiten von sensiblem Lobpreis, der wirklich in die innere Anbetung Gottes führte, sowie am Freitag und Samstag Heilige Messen, denen jeweils Bischöfe vorstanden; an Freitag der US-Bischof und Samstag der Wiener Weihbischof Stephan Turnocvszky.
Ganz kostbar waren auch die ausgiebigen Pausen, in denen sich die Teilnehmer austauschen und konnekten konnten. Wunderbar auch, dass viele aus unserer Encounter-Online-Klasse vor Ort waren: Hatte man die Meisten bisher wöchentlich nur online am Bildschirm gesehen, konnten wir uns jetzt wirklich geschwisterlich in die Arme fallen und uns live genießen – soooo schön – haben wir doch gemeinsam einen Wachstumsprozess im geistlichen Leben, besonders aber im Bewußtsein unserer Identität als Kinder Gottes durchlebt und durch-rungen.
Wer sich nun angesprochen & gerufen fühlt, ein Leben mit dem Hl. Geist zu leben, ist herzlich eingeladen, sich für das nächste Studienjahr zu bewerben, das im September beginnt: https://de.encounterschool.org/
Hier nun eine kleine Bildergalerie von der Konferenz:























„Geistiges Prinzip: In dem Maße, wie du von der Güte des Vaters und der Güte seiner Gaben überzeugt bist, wirst du sie [die Gaben] empfangen.“
Patrick Reis
Vor gut 2000 Jahren lief da ein Prediger in Israel umher. Einer von vielen in jener Zeit. Er sprach davon, dass das Reich Gottes nahe ist – wie andere auch. Aber es war etwas anders mit ihm: Das Volk attestierte ihm: „denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten.“ (Mt 7,29). Dazu kam, dass er seine Vollmacht demonstrierte: „Alle Leute versuchten, ihn zu berühren; denn es ging eine Kraft von ihm aus, die alle heilte“ (Lk 6,19). Jesus kam also nicht nur mit netten, vielversprechenden neuen Sichtweisen und Auslegungen daher, sondern seine Machttaten – Heilungen, Befreiung von Besessenen – demonstrierten seine Vollmacht.
Er legte die Heilige Schrift, wie sie damals vorlag (wir nennen sie heute das Alte Testament) teils neu aus, nämlich so, wie es von Gott ursprünglich gedacht und gewollt war, etwa zum Thema Ehescheidung: „Er [Jesus] antwortete: Nur weil ihr so hartherzig seid, hat Mose euch gestattet, eure Frauen aus der Ehe zu entlassen. Am Anfang war das nicht so“ (Mt 19,8). Denn in den 10 Geboten hieß es: „Du sollst nicht die Ehe brechen“ (Exodus 20, 14). Und Jesus verschärft sogar den Tatbestand des Ehebruchs: „Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Jeder, der eine Frau ansieht, um sie zu begehren, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen“ (Mt 5, 27+28). Soll heißen: der eigentlichen Tat geht immer der Gedanke voraus. Jesus erhob somit Anspruch auf die Deutungshohheit des Wortes Gottes. Die Pharisäer und Schriftgelehrten fühlten sich dadurch klar ins Abseits gedrängt und hatten Angst um ihre Machtstellung. Daher wollten sie ihn beiseite schaffen. Aus prophetischer Eingebung heraus aber sagte Kajaphas, der Hohepriester jenes Jahres: „Ihr bedenkt nicht, dass es besser für euch ist, wenn ein einziger Mensch für das Volk stirbt, als wenn das ganze Volk zugrunde geht“ (Joh 11,50+51).
Wenn auch aus menschlicher Sicht Jesus aus Eifersucht der Gelehrten sterben musste, so war der wahre Grund Jesu Leiden bis zum Tod am Kreuz jener: „Alle haben ja gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren“ (Röm 3,23). Nach dem Sündenfall war der Himmel Gottes menschenleer; nur die treuen Engel waren darin. Diesen Zustand – dass seine menschlichen Geschöpfe nicht bei ihm sein konnten – fand unser Gott, der ganz Liebe ist, offenbar unerträglich. Aber er konnte auch nicht mit einem Wort die vielen Sünden der Menschen einfach verzeihen und vergessen, denn die Gerechtigkeit fordert Wiedergutmachung. Aus Liebe wollte er uns aber diese gewaltige Sühneleistung nicht aufbürden – vermutlich wären wir auch nicht dazu im Stande dazu gewesen.
So war es also sein genialer Plan, selbst in seiner 2. göttlichen Person (Jesus) diese Sühneleistung auf sich zu nehmen. So zahlte Jesus unsere Schuld an jenem ersten Karfreitag. Den durchgestrichenen Schuldschein erwerben wir in jeder Beichte und nur ein Bruchteil der eigentlich angemessenen Sühne müssen wir nach der Beichte verrichten. Meist trägt uns der Priester nur ein Gebet auf.
Das Erlösungswerk Gottes ist mit dem Karfreitag vollendet. Aber die Geschichte Jesu damit noch nicht! Denn mit der Sünde kam der Tod zum Menschen. Paulus erklärt es so: „Wie durch einen einzigen Menschen die Sünde in die Welt kam und durch die Sünde der Tod und auf diese Weise der Tod zu allen Menschen gelangte, weil alle sündigten … “ (Röm 5, 12), so hat durch die Sühne des einen Gottmenschen Jesus der Tod seinen Schrecken verloren: Für die Gerechten ist der Tod nur mehr ein Tor zum Himmel, zur ewigen glückseligen Gemeinschaft mit Gott, unserem Vater. Diesen Durchgang zum Leben demonstriert uns Jesus durch seine Auferstehung. Jesus sagt in Offb 1,17+18: „Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, doch siehe, ich lebe in alle Ewigkeit und ich habe die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt.“
Wir dürfen also mit Jesu Auferstehung jubeln, denn Er hat uns zu seinen geliebten Kindern erhoben und wir sind berufen, ewig mit Ihm zu leben! Halleluja!
Siehe auch Mini.Kat:
+ Die Osternacht erklärt: https://youtu.be/6G85xybhAI4
+ Auferstehung – Was bedeutet das?: https://youtu.be/FEzahjEiT_s
Sowie: Johannes Hartl:
+ Die christliche Botschaft von Ostern einfach erklärt: https://youtu.be/1WfZSqRY4Rs
Die Kirchengemeinde von Herz-Jesu in Aachen und das Gebetshaus Aachen organisieren eine „Ölbergnacht“ der Eucharistischen Anbetung beginnend am Abend von Gründonnerstag (02.04.2026) bis zum Morgen des Karfreitags (03.04.2026).
Was damals in jener Nacht geschah und wie es Jesus erging kann man z.B. bei Markus nachlesen, siehe unten.
Herzliche Einladung, dazuzukommen und mit Jesus zu wachen & zu beten!
Lade gerne auch andere Mitchristen dazu ein:
Hierzu verwende gerne einen: Flyer
Gründonnerstag
18.00 – 19.15 Uhr – Gründonnerstagliturgie (Hl. Messe am 02.04.2026)
19.15 – 20.15 Uhr – vom Gebetshaus gestaltete Anbetung (Ölbergstunde, s. unten)
20.15 – 08.00 Uhr – stille Anbetung
In der Nacht wird die Kirche verschlossen sein und nur angemeldete Beter werden zur vollen Stunde hineingelassen.
Wer in der Nacht eine Stunde definitiv übernehmen will, bitte hier eintragen:
https://xoyondo.com/dp/2mkaxr94ooy802o
… oder Nachricht an: info[at]gebetshaus-aachen.org
Und so geht es weiter an Karfreitag in Herz-Jesu (03.04.2026):
10.00 – 14.30 Uhr – Zugang zum Kreuzweg in der Sakristei (links)
11.00 – 12.00 Uhr – Kreuzwegandacht in der Sakristei
15.00 – 16.30 Uhr – Karfreitagsliturgie
16.30 – ca. 20 Uhr – stille Kreuzverehrung
Karsamstag
09.00 – 20.00 – Offene Kirche zum Gebet
Ostersonntag in Herz-Jesu (05.04.2026):
06.00 – 08.00 Uhr – Heilige Messe (Osterliturgie),
anschließend KEIN Oster-Frühstück im Pfarrheim von Herz Jesu
9.45 Uhr – Kindermesse zu Ostern
Aus dem Evangelium nach Markus:
Sie kamen zu einem Grundstück, das Getsémani heißt, und er sagte zu seinen Jüngern: Setzt euch hier, während ich bete!
Mk 14, 35E – 42
Und er nahm Petrus, Jakobus und Johannes mit sich. Da ergriff ihn Furcht und Angst und er sagte zu ihnen:
Meine Seele ist zu Tode betrübt. Bleibt hier und wacht!
Und er ging ein Stück weiter, warf sich auf die Erde nieder und betete, dass die Stunde, wenn möglich, an ihm vorübergehe. Er sprach:
Abba, Vater, alles ist dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht, was ich will, sondern was du willst.
Und er ging zurück und fand sie schlafend. Da sagte er zu Petrus:
Simon, du schläfst? Konntest du nicht einmal eine Stunde wach bleiben? Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet! Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.
Und er ging wieder weg und betete mit den gleichen Worten. Als er zurückkam, fand er sie wieder schlafend, denn die Augen waren ihnen zugefallen; und sie wussten nicht, was sie ihm antworten sollten. Und er kam zum dritten Mal und sagte zu ihnen:
Schlaft ihr immer noch und ruht euch aus? Es ist genug. Die Stunde ist gekommen; siehe, jetzt wird der Menschensohn in die Hände der Sünder ausgeliefert. Steht auf, wir wollen gehen! Siehe, der mich ausliefert, ist da.



Titelfoto: Beginn des Kreuzweges von Schio, Nord-Italien
Am Samstag, den 21.03.2026 lädt das Gebetshaus Aachen wieder alle Interessierten, sowie Beter, Freunde und Unterstützer des Gebetshauses ein,
zu Lobpreis, Messe & Gemeinschaft zusammenzukommen.
Beim Austausch in Gemeinschaft wird auch für das leibliche Wohl gesorgt sein.
Dieser Abend wird auch Gelegenheiten geben, jene Beter kennenzulernen, die man sonst nie zu sehen bekommt. Seitens des Leitungsteams werden wir über Angebote & letzte Entwicklungen im Gebetshaus berichten.
Location:
+ Kirche Herz-Jesu in Aachen
Viktoriaallee 55, 52066 AACHEN
und Pfarrheim hinter der Kirche.
Hier das Event-Poster als PDF & JPG.
WhatsApp-Flyer: hier
Bitte Werbematerialien gerne teilen & verbreiten.
PROGRAMM des Treffens AUFTANKEN am 21.03.2026
| Beginn | Was | Wo |
|---|---|---|
| 14.00 Uhr | Rosenkranz | Kirche Herz-Jesu |
| 14.30 Uhr | Heilige Messe* | Kirche Herz-Jesu |
| 15.30 Uhr | Lobpreis | Kirche Herz-Jesu |
| 16.15 Uhr | Infos vom Gebetshaus | Kirche Herz-Jesu |
| 16.30 Uhr | Austausch & Gemeinschaft | Pfarrheim von Herz-Jesu Mit Kaffee + Kuchen + Herzhaftes |
| 19.00 Uhr | ENDE |
Damit wir besser planen können, freuen wir uns über Deine Anmeldung via
info@gebetshaus-aachen.org oder via Kontaktfo
Wer tatkräftig mithelfen möchte, dass es ein schöner Tag für alle wird, der kann sich hier sehr gerne in die Liste eintragen: https://xoyondo.com/dp/ck6xh1fu3oxv8z3
Ein Hinweis noch: Der nächste Heilungsgottesdienst in Wassenberg ist am So., 22.03.2026 | 17-21 Uhr | Pfarrei St.Marien, Ort: Propsteikirche St. Georg, Stiftsplatz 5 in 41849 Wassenberg.
Titelbild von Pablo Heimplatz auf Unsplash
Der gut etablierte Alphakurs behandelt die Grundlagen des Christentums und führt zu einer ersten Beziehung mit Jesus. Der Kath-Kurs ist quasi ein Betakurs, also ein Aufbaukurs, in dem die spezifischen Aspekte des katholisch-christlichen Glaubens thematisiert werden wie die Sakramente, die Marien- und die Heiligenverehrung. Die Katholische Kirche gründet auf der von Jesus gegründeten Urkirche und sie hat in ihrer gut 2000-jährigen Geschichte so einige Stürme mitgemacht, die an den Grundmauern gerüttelt haben. Damit einher gingen meist Abspaltungen, darunter das große Chisma mit der Ostkirche 1054 n.Chr. und die Abspaltung des Protestantismus im 16. Jahrhundert. Sie ist heute die größte Kirche der Christenheit mit formal ca. 1,3 bis 1,4 Milliarden Mitgliedern.
Der Kath-Kurs ist für alle jene interessant, welche das besondere Wesen der Katholischen Kirche neu oder nach langer Zeit wieder neu kennenlernen wollen. Und es lohnt sich wirklich: Speziell die Sakramente sind außerordentliche Heiles-Geschenke Gottes, die uns in eine enge Verbundenheit mit Ihm führen. Höhepunkt ist die Eucharistie, also die in einer Hl. Messe gewandelte Hostie, die nach der Wandlung dann wahrhaftig Leib Christi – also Jesus – geworden ist. Wenn wir die Eucharistie in uns aufnehmen, nehmen wir den lebendigen Jesus in uns auf. Näher kann uns Gott nicht kommen.
Kath-Kurse werden von katholischen Christen in Aachen seit 2024 angeboten. Und das bisher erfolgreich online: Das ermöglicht den Teilnehmern volle Flexibilität: Nirgendwo hinfahren müssen, keine nervige Parkplatzsuche, kein Zeitbedarf für die Rückfahrt und doch maximaler Gewinn durch den Austausch der Teilnehmer. Und Gott ist tatsächlich mit an Bord – und Er wirkt – auch online.
Der neue Online-Kurs beginnt am 02.03.2026 um 19.30 Uhr
und dann an weiteren 10 Abenden zur gleichen Zeit.
Ein Abend dauert ca. 2 Stunden 15 Minuten.
Zusätzlich gibt es einen intensiven Einkehrtag an einem Samstag.
Eine Anmeldung ist erforderlich, um die Zugangsdaten zu erhalten.
Infos & Anmeldung: https://alphaaachen.wordpress.com/kath-kurs/
Oder via: https://www.gebetshaus-aachen.org/glaubenskurse/
Oder direkt per E-Mail via: glaubenskurse[at]gebetshaus-aachen.org
Oder gleich hier:
Sound of Joy – Klang der Freude – war das Motto der diesjährigen MEHR-Konferenz. Das Programm war sehr vielfältig! Ich hatte sie in der Vergangenheit nur am Bildschirm verfolgt mittels erworbenem Medien-Paket. Als ich vor ca. 15 Jahren damit anfing, war der Stream sorgar noch kostenfrei und die MEHR deutlich kleiner und mit deutlich weniger Bühnen-Technik unterwegs, aber mit der gleichen Leidenschaft und der gleichen Tiefe wie heute. Nun war es für mich also soweit: Meine erste Live-MEHR begann Samstag-Abend, 03.01.2026. Nachmittags hatte ich mir noch die schöne Augsburger Altstadt angesehen, um dann kurz nach 17 Uhr vor den Toren der MEHR zu stehen – mit hunderten Gleichgesinnten. Christliche Großevents waren für mich generell nichts Neues, habe ich doch schon einige Weltjugendtage erlebt.




Doch hier war etwas anders: Da kamen nicht nur katholische Jünger, sondern auch solche aus anderen Konfessionen. Anfangs verhielten sich alle sehr höflich und abwartend. Im Laufe der Konferenz – über die 4 Tage – sanken aber die Hemmschwellen und die MEHR wurde immer mehr ein Familientreffen von Jesus-Liebhabern. Das spiegelte sich schon in der Jugendherberge wider, wo sich zum Frühstück überwiegend MEHR-Teilnehmer einfanden – zu erkennen an den Armbändchen. So kam ich beim Frühstück ins Gespräch mit einer Freikirchlerin aus Lübeck. Gefördert wurde dieser Gemeinsinn insbesondere auch am vorletzten Abend, als wir eingeladen waren, für unseren Sitznachbarn zu beten. So sind – glaube ich – viele Hemmschwellen zwischen den Konfessionen gefallen und der Respekt für die jew. anderen ist gewachsen. Respekt, der aus der Anerkennung erwächst, dass die anderen genauso Sehnsucht nach Jesus haben, wie ich selbst. Und Erkenntnis, dass wir verschiedenen Christen so viel MEHR gemeinsam haben, als das, was uns trennt: Nämlich der Glaube an einen unendlich gerechten, liebenden und barmherzigen Dreifaltigen Gott, der uns in Jesus so nahe gekommen ist und der unsere Schuld am Kreuz bezahlte. Und auch der Glaube an einen göttlichen Jesus, der jeden einzelnen von uns beauftragt und sendet, andere Menschen zu Jesus zu führen:
Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung!
Mk 16, 15
Und uns, die wir zum Glauben gekommen sind, gab er die Zusage:
Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden; wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden.
Mk 16, 17-18
Die Vollmacht, die Jesus uns gab, dient dazu, die Verkündigung durch Zeichen zu bestätigen, wie es auch in seinem Dienst gesschah.









Aber zurück zur MEHR. Die Tage waren gefühlt ertmal durchdrungen von Lobpreis. Heisst es doch in Ps 22,4: „Aber du bist heilig, du thronst über dem Lobpreis Israels.“ Wenn wir Gott loben, dann rufen wir offenbar Gottes Gegenwart auf uns herab. Und das konnte man wirklich spüren, dass alle in einer Gebetshaltung waren und der Geist Gottes über uns schwebte. Wer diese moderne Form des Lobpreises nich kennt und hier auf der MEHR die überreichen Lichteffekte auf der Bühne sah, könnte den Eindruck gewinnen: Die wollen nur Spaß wie bei einem Popkonzert. Aber dem war absolut nicht so. Zumal der Lobreis meist kräftig begann und eher ruhig, fast schon kontemplativ endete. Eine Lobpreissession begann sogar mit meditativen Taizé-Liedern. Auch die Lautstärke war aus meiner Sicht gut ausbalanciert, dass man beim Mitsingen auch noch gut seine eigene Stimme hören konnte.






Dann gab es jeden Tag einen Gottesdienst: Sonntag + Dienstag (Dreikönige) katholisch, Montag evangelisch-lutheranisch. Auch hier konnten alle viel lernen, wie die Geschwister im Glauben so ticken. Es gab auch einen Raum der Stille, einen Raum der Eucharistischen Anbetung, wo man mit Jesus „allein“ sein konnte.













Neben den großen Hauptvorträgen von Johannes Hartl, Elias Glaeser, Mojtaba Barahimi und John Eldredge gab es ein Vielzahl von kürzeren Vorträgen zu ganz unterschiedlichen Themen. Die Sportlerin Yemisi Ogunleye (Kugelstoßen), die Staatsanwältin Jana Ringwald und Tobias Braun hatten das gleiche Oberthema: Als Christ gehst Du nicht auf Mission, sondern du bist eine Mission, und zwar 24/7. Warum? Menschen der Welt beobachten dich als Christ die ganze Zeit, ob du tatsächlich authentisch Christ bist oder nicht. Das bedeutet eben auch im Berufsalltag einen Unterschied zu machen: Lebe ich, wie es Jesus täte? Bin ich gerecht, barmherzig und ist Gott bei mir klar erkennbar die Nr.1? John Eldredge – für den innere Heilung ein großes Thema ist – führte uns und lud uns ein in eine größere Intimität mit Jesus als Basis für unsere geistiges Wachstum. Elias Glaeser zeigte auf, wie wir trotz Schwierigkeiten im Alltag in der Freude bleiben können. Dazu gehört: Kontrolle an Jesus abgeben, Dankbarkeit („Glas ist halb voll“) und Fokus auf Gutes. Ein Zitat bringt es dann auf den Punkt: „Freude ist das gigantische Geheimnis des Christen.“ König David war sogar so in Freude des Herrn, dass er vor der Bundeslade tanzte (2 Sam 6,14).
Johannes Hartel hielt auf der MEHR jeden Tag einen Vortrag, also insgesamt 4. Themen waren:
Sa.: Authentisch werden mit Selbstannahme: (Ideal-)Bild von Dir & Realität in Einklang bringen – am Beispiel Petrus vs. Simon.
So.: Braucht Gott Lobpreis & Anbetung? 1. Antwort: Lobpreis verändert UNSERE Perspektive.
Mo.: Work-Life-Balance, Leistung & Burnout. Ist der Mensch zum Arbeiten gemacht?
Di.: Eine Revolution, die alles neu macht: „Und die vierundzwanzig Ältesten, die vor Gott auf ihren Thronen sitzen, warfen sich auf ihr Angesicht nieder, beteten Gott an“ (Offb 11,16). Wir alle tragen Kronen – ein Bild für unsere Würde – aber wir beten Gott an, der uns erschaffen hat. Ein freiwilliges Beugen und Anerkennen Gottes bringt unsere Würde gar erst hervor. Gott sucht im übrigen nicht Anbetung, sondern Anbeter! (vgl. Johannes 4,23)
Klar sind die Ausführungen oben nur kleine Schnappschüsse, Momentaufnahmen von der MEHR. Mir ging es so, dass ich trotz live Dabeisen, in der enormen Dichte nicht alles angemessen erfassen konnte. Daher werde ich einige Vorträge (siehe unten) auch nochmal nachhören. In Ruhe.
Ein nettes Sahnehäubchen der MEHR war die Saalwette. Die Moderatoren Sabastian & Beke hatten gewettet, dass es nicht gelingt, 100 „Churchies“ (hauptamtliche Kirchenvertreter) zu finden, die auf der Bühne einen Song der O’Bros performen. Doch es kamen soviele Churchies (siehe: hier) und die beiden Verlierer mussten mit neuen Frisuren auflaufen.








Jenseits des Hauptprogramms in den beiden Auditoriumshallen gab es insbesondere noch zwei Ausstellerhallen, wo ganz verschiedene christliche Organisationen ihr Portfolio darbieten konnen. Dazu gehören die großen christlichen Medien wie Radio Horeb, EWTN, K-TV, IDEA, Bibel-TV. Dann Hilfsorganisationen wie Open Doors und Kirche in Not; oder solche, die den christlichen Glauben vermitteln wie Alpha-Kurs, Divine Renovation, etc. Dann auch Organisationen, die Hilfe anbieten: Frauen bei ungeplanter Schwangerschaft, oder Menschen, die von ihrer Abhängigkeit loskommen wollen. Open Doors hatte gleich ein ganzes iranisches Gefängnis aufgebaut. In dem Raum darin konnte man im 15-Min-Takt ein Zeugnis eines wegen seines christlichen Glaubens inhaftierten Bürgers als Video ansehen. Das gaht dann schon recht nah. Insgesamt war bei allen Messeständen die schöne Möglichkeit, ins Gespräch – in den Austausch – zu kommen, was ich gerne genutzt habe und wobei sich z.T. erstaunliche tiefgehende Gespräche ergaben.
Fazit: Die MEHR-2028 ist für mich ein Muß! Nicht weil ich muß, sondern weil die MEHR-2026 so schön und bereichernd war. Bis Du dabei?


















