2026-04-26 | Rückblick Encounter-Konferenz Wien

Die katholisch-charismatische Encounter-Konferenz fand 12.-14. März 2026 in Wien statt. Es war die erste Konferenz der Encounter-Ministries-Bewegung in Europa. Mit ca. 900 Teilnehmern war sie erfolgreich ausverkauft. Location war die kleine Wiener Stadtpfarrkirche St. Florian – nicht wirklich schön, aber funktionell für die Konferenz. Die Initiatoren warben im Vorfeld mit:

„Die Konferenzteilnehmer erwartet eine Atmosphäre der vom Heiligen Geist erfüllten Anbetung in der Gegenwart Gottes, Heilige Messe, inspirierende Redner, Breakout-Sessions, eucharistische Anbetung, ein Heilungsgottesdienst, Gemeinschaft und viele Gelegenheiten für Gebetsdienst und Wachstum in den Gaben des Heiligen Geistes.“

Aber wofür steht „Encounter Ministries“? Auf deren Homepage lesen wir:

„Encounter Ministries hat es sich zur Aufgabe gemacht, die verwandelnde Kraft des Heiligen Geistes in der Welt freizusetzen, indem Jünger gelehrt, ausgerüstet und aktiviert werden, um die Liebe Gottes durch die Kraft des Heiligen Geistes in ihrem Einflussbereich zu demonstrieren.
Jesus sagte: „Wenn ihr an mich glaubt, werdet ihr die Werke tun, die ich tue, und noch größere, denn ich gehe zum Vater.“ (Joh 14,12)“

Encounter Ministries knüpft an die Praxis und die Erfahrungen der Urkirche an, die sich deshalb so rasant ausbreitete, da in ihr die Zeichen und Wunder passierten, wie zu Lebzeiten Jesu. Wie wir in der Apostelgeschichte nachlesen können, war dies deshalb so, weil sich die Jünger Christi in jener Anfangszeit noch stark vom Heiligen Geist leiten ließen. Dies war das damalige Normal in der jungen Kirche. Encounter Ministries (EM) möchte daran anknüpfen und durch enge Kooperation mit dem Heiligen Geist die Kirche wieder fruchtbar und kraftvoll machen. Dabei versteht sich EM nicht als Gemeinschaft, sondern als globale Schule für Katholiken, die für Evangelisation brennen und diese Sehnsucht effektiver leben wollen.

Zu dieser Konferenz war ein hochkarätiges Team aus den USA angereist: Insbesondere die Gründer Father Mathias Thelen und Patrick Reis, sowie ein Bischof und weitere Leute aus dem Leitungskreis.

Für mich wurden meine Erwartungen an die Konferenz tatsächlich übertroffen. Es war ganz und gar keine passive Konferenz, in der die Teilnehmer lediglich empfingen, sondern alle waren aktiv eingebunden in die Gebetszeiten. Durch den sich spirituell steigernen thematischen Aufbau im Laufe der Konferenz (speziell bei den Gebetsdiensten: Gebet um Erfüllung mit dem Hl. Geist > Prophetischer Dienst > Gebet um körperliche Heilung > Gebet um Übertragung von Geistesgaben), wurde speziell am letzten Tag offenbar, dass der Himmel über der Versammlung – wie damals im Obergemach in Jerusalem – weit geöffnet war und der Heilige Geist über der Gemeinschaft schwebte. Die Gebetsdienste waren den Encounter-Studenten anvertraut worden und als ein solcher Student kann ich nur sagen: wir Beter wurden reich beschenkt. Speziell im prophetischen Dienst kamen himmlische Eindrücke schnell und oft thematisch in Übereinstimmung mit der Vision des Gebetspartners. Bei dem Gebet um körperliche Heilung entwickelte sich eine schöne Eigendynamik: Es bildeten sich spontan Gruppen von Sitznachbarn, in denen Alle für jew. einen Kranken beteten. Insgesamt stellten sich viele Heilungen in dieser Gebetszeit ein von denen etliche Geheilte Zeugnis vor dem Auditorium ablegten bzw. die wiedererlangte Bewegungsfreiheit eindrucksvoll demonstrierten. Höhepunkt war am letzten Abend das Gebet um Übertragung von Geistesgaben von schon gesalbten Christen auf andere. Hierbei zeigten sich etliche Manifestationen des Heiligen Geistes. Neben diesen intensiven praktischen Gebetseinheiten gab es Freitagabend eine lange und intensive Zeit der Eucharistischen Anbetung. In der 2. Hälfte dieser Zeit ging ein Priester langsam durch die Reihen und segnete Reihe für Reihe mit dem Eucharistischen Herrn Jesus.

Paulus sagt: „1 Jagt der Liebe nach! Strebt aber auch nach den Geistesgaben, vor allem nach der prophetischen Rede! (…) 3 Wer aber prophetisch redet, redet zu Menschen: Er baut auf, ermutigt, spendet Trost. (…) 5 Ich wünschte, ihr alle würdet in Zungen reden, weit mehr aber, ihr würdet prophetisch reden.“ (1.Korinther 14,1-5)

Weiterhin gab es gute Lehreinheiten speziell aus dem amerikanischen Leitungsteam, sowie zusätzlich in parallelen Workshops zu verschiedenen Themen. Haupt-Lehreinheiten waren:

  • Mathias Thelen: Taufe im Hl. Geist
  • Patrick Reis: Übernatürliche Heilige [siehe auch sein Buch]
  • Kerry McMahon: Das Herz des Vaters
  • Mathias Thelen: Heilungsgottesdienst
  • Patrick Reis: Das Reich Gottes durch Übertragung fördern

Ich selber habe dann auch noch diese Workshops besucht:

  • Alexandra Michal: Bereit für Erweckung? – Wir sehnen uns nach Erweckung, aber sind wir soweit?
  • Sarah Briemle: Der prophetische Lebensstil

Weiterhin gab es täglich ausgiebige Zeiten von sensiblem Lobpreis, der wirklich in die innere Anbetung Gottes führte, sowie am Freitag und Samstag Heilige Messen, denen jeweils Bischöfe vorstanden; an Freitag der US-Bischof und Samstag der Wiener Weihbischof Stephan Turnocvszky.

Ganz kostbar waren auch die ausgiebigen Pausen, in denen sich die Teilnehmer austauschen und konnekten konnten. Wunderbar auch, dass viele aus unserer Encounter-Online-Klasse vor Ort waren: Hatte man die Meisten bisher wöchentlich nur online am Bildschirm gesehen, konnten wir uns jetzt wirklich geschwisterlich in die Arme fallen und uns live genießen – soooo schön – haben wir doch gemeinsam einen Wachstumsprozess im geistlichen Leben, besonders aber im Bewußtsein unserer Identität als Kinder Gottes durchlebt und durch-rungen.

Wer sich nun angesprochen & gerufen fühlt, ein Leben mit dem Hl. Geist zu leben, ist herzlich eingeladen, sich für das nächste Studienjahr zu bewerben, das im September beginnt: https://de.encounterschool.org/

Hier nun eine kleine Bildergalerie von der Konferenz:

„Geistiges Prinzip: In dem Maße, wie du von der Güte des Vaters und der Güte seiner Gaben überzeugt bist, wirst du sie [die Gaben] empfangen.“

Patrick Reis

Presse

  • Intimität mit Gott. Trotz allgemeinen Glaubensschwunds gibt es auch Hoffnungszeichen in der Kirche. Die Encounter-Konferenz in Wien gehört dazu von Gabriele Kuby. Die Tagespost vom 19.03.2026, Seite 15.

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